Die Punkteverteilung ordnet jedem Test und jeder Aufgabe die maximale und die tatsächliche Punktzahl zu. Die Transformation der tatsächlichen Punktzahl eines Tests in eine Note folgt zwei Schritten:
6 sei die beste Note, die vergeben werden kann. Der Korrektor kann dann der 6 das tatsächlich erzielte Punktemaxium oder das theoretisch erreichbare Punktemaximum zuordnen. In der Praxis wird man sich meist für eine Zwischenlösung entscheiden, welche die Notenskala "gut ausschöpft".
Das Hilfethema Teilnehmeranalyse begründet am Beispiel der Normalverteilung, weshalb eine nichtlineare Zuordnung von Punktetotal und Note in den Augen der Testteilnehmer ungerecht ist. TESTVERWALTUNG bewertet deshalb die Testergebnisse linear. Ausgangspunkt der linearen Interpolation sind die folgenden Punkt/Note-Zuordnungen:
Das folgende Beispiel einer linearen Interpolation geht von der Notenskala 1 bis 6 aus.
| Punktzahl | Zugeordnete Note |
| Niedrigstpunktzahl = 0 | Niedrigstnote = 1 (nicht 0!) |
| Höchstpunktzahl = 80 | Höchstnote = 6 |
| Punkttotal von Teilnehmer i = 60 | Note = ? |
Die Notenberechnung ist ein Dreisatzproblem:
Eine 1 erhält, wer 0 Punkte erzielt. Einen Zuschlag von fünf Noten - das heisst eine 6 - erhält, wer die Höchstpunktzahl von 80 erreicht. Welche Note entspricht 60 Punkte.
Die Note des Beispiels berechnet sich wie folgt:
(1) Notenzuschlag = 5 / 80 * 60 = 3.75
(2) Note = 1 + Notenzuschlag = 4.75
Allgemein lautet die Formel:
Note = 1 + Notenspanne / Punktspanne * Punktezahl des Teilnehmers
wobei ...
Notenspanne = Höchstnote - Niedrigstnote
Punktspanne = Niedrigstpunktzahl - Höchstpunktzahl.
Falls der Korrektor berücksichtigen will, dass auch ein uninformierter Testteilnehmer einige Mehrfachwahl- und Zuordnungsaufgaben zufällig löst, kann er die Niedrigstpunktzahl nicht bei 0, sondern unter Berücksichtigung der Ratewahrscheinlichkeit festsetzen (siehe Schaltfläche 'Ratekorrigiertes theoretisches Punkteminimum' des Formulars Tabellen verwalten).
Das Beispiel ordnet die Note 6 dem Testteilnehmer mit der höchsten Punktzahl zu. Dies ist nicht zwingend: In der Schweiz entscheidet zum Beispiel meist die Notenschwelle von 3.75 über das Bestehen eines Tests. 3.75 wird aber im Einzelfall nicht immer gut zwischen besseren und schlechteren Testteilnehmern trennen. Oft verschiebt man deshalb die Bestnote so, dass die Trennung zwischen 'bestanden' und 'nicht bestanden' möglichst gut gelingt. Im Extremfall kann sich die Bestnote vom tatsächlichen bis zum theoretische Punktemaximum verschieben.
Die Schaltfläche
führt zum Formular Tabellen verwalten. Unter dem Register
Testtermine
und Punktzahlen finden Sie für jeden Test die Benotungsparameter Höchstpunktzahl
und Niedrigstpunktzahl. Nennen Sie in der Spalte 6er-Punkte die Höchstpunktzahl,
welche der Note 6 entspricht und in der Spalte 1er-Punkte die Niedrigstpunktzahl,
welche der Note 1 entspricht. Bevor Sie die beiden
Parameter nicht gesetzt haben, werden keine Noten berechnet.
Um eine allfällige Verschiebung der Höchstnote zu erleichtern, zeigt die Schaltfläche Häufigkeitsverteilungen die Häufigkeiten der vergebenen Punkte und Noten an.
Die Punkte- und Notenberechnung ist nur dann korrekt, wenn die Musterlösungen der beteiligten Aufgaben zwischen der Ausgabe der Aufgaben und ihrer Korrektur nicht verändert wurden.
Testantworten eingeben
(wenn Sie die das detaillierte Ergebnis eines Teilnehmers interessiert)